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    Kurpfalz - Bibliothek    Heinrich Vetter    Lorsch

Der Verein Kurpfalz

 

Kein anderes deutsches Ballungsgebiet ist so von Ländergrenzen durchschnitten wie der Rhein-Neckar-Raum. Seit dem Untergang der alten Kurpfalz vor 200 Jahren sieht sich die Region ins enge Korsett eines Dreiländerecks gepresst. Der linksrheinische Teil wurde Bayern zugeschlagen, der rechtsrheinische fiel an das Großherzogtum Baden und die Gebiete im Nordosten gingen an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Vom einstigen „Kernland Europas“ ist sie – polit-geographisch betrachtet – zur Peripherie geworden. Auf wirtschaftlichem wie auch auf kulturellem Terrain hat die künstliche Grenzziehung gravierende Nachteile verursacht. Schon in der Weimarer Republik gab es daher Bestrebungen, zu verbindlicheren Formen grenzüberschreitender politischer Zusammenarbeit zu gelangen. Immer wieder wurde der Versuch unternommen, durch Verschiebung der Landesgrenzen den vormaligen Kultur- und Wirtschaftsraum wieder herzustellen. In der frühen Bundesrepublik diente der „Verein Kurpfalz“ zunächst und vor allem als Instrument, um diesen beiden Forderungen Nachdruck zu verleihen. Da eine Länderneugliederung trotz mehrer Anläufe nicht möglich war, hat sich der Verein in stärkerem Maße darauf konzentriert, die kulturelle Identität des geschichtlichen Raums der ehemaligen Kurpfalz über die Ländergrenzen hinweg zu erhalten und die politische Zerteilung zu mildern.

Viele Projekte wurden dazu initiiert; sie reichen von vielfältig koordinierenden Einrichtungen der Wirtschaft (Rhein-Neckar-Dreieck) über Bürgerforen und zentrale Kulturveranstaltungen bis hin zur Gründung eines Raumordnungsverbandes.

 

Der Verein Kurpfalz bemüht sich, auf sein Vereinsziel ausgerichtete Aktivitäten Dritter zu koordinieren, möchte herausragende Leistungen auszeichnen und als Beispiele öffentlich benennen.

 

Am Ende des 20. Jahrhunderts sind die Nationalstaaten mit ihren künstlichen Grenzen längst zu klein für die Bewältigung globaler Probleme. Sie sind aber auch zu groß, um den organisatorischen Rahmen für die unmittelbaren Lebensbedürfnisse ihrer Bürger zu schaffen. Ver- und Entsorgungsstrukturen, Wirtschaftsförderung und Umweltschutz, Verkehrsströme und Freizeiteinrichtungen sind nur noch im regionalen Rahmen planbar. Historisch gewachsene Regionen mit gemeinsamem kulturellem Hintergrund bieten sich als politische Strukturräume an.

 

Die Kurpfalz

 

Es gilt also, in länderübergreifender Zusammenarbeit den Strukturwandel zu vollziehen, der alle Industriegesellschaften erfasst hat und in besonderem Maße auch Veränderungen im Wirtschaftsraum der ehemaligen Kurpfalz mit sich bringt. Der Weg in die Informations-, und Kommunikationsgesellschaft ist verbunden mit neuen Dienstleistungsangeboten und -standorten und eröffnet zugleich eine Vielzahl neuer Erwerbsmöglichkeiten, wenn diese Aufgaben im regionalen Rahmen angegangen werden.

 

Eine nachhaltige, zukunftsträchtige Entwicklung der Region und Schaffung von Handlungsmöglichkeiten für die Bürger zur Gestaltung ihres eigenen Lebensumfelds setzt ein neues regionales Bewusstsein, setzt die Identifikation der Handelnden mit ihrer Region voraus.

 

Mitglieder des Vereins sind Privatpersonen, Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Politik, Geschichtsvereine, wissenschaftliche Institute sowie Kommunen.

 

 

 

Aufgaben

 

Zur Bewältigung dieser neuen Aufgaben möchte der Verein Kurpfalz beitragen und bereits eingeleitete Prozesse mit folgenden Arbeitsschwerpunkten unterstützen:

 

Schaffung von informellen, kooperativen Netzwerken der Heimatforscher, Geschichtsvereine, Geschichtswerkstätten.
Infrastrukturelle Angebote in Zusammenarbeit mit den regionalen Volkshochschulen mit dem Ziel, das regionale Bewusstsein durch geeignete Veranstaltungen zu fördern.
Unterhaltung einer wissenschaftlichen Bibliothek zur Erforschung lokaler und regionaler Geschichte.
Förderung entsprechender Publikationen
Verleihung des Kurpfalzehrenrings an Personen, die sich in besondere Weise um die Region Kurpfalz verdient gemacht haben.

 

 

 

TrÄger des Kurpfalzehrenrings

 

Professor Walter Krause †, vormals Kulturdezernent der Stadt Mannheim, langjähriger Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der SPD, im Landtag von Baden-Württemberg und Innenminister des Landes Baden-Württemberg.

Ausgezeichnet am 22. März 1990.

 

Dr. Werner Ludwig, Oberbürgermeister a.D. der Stadt Ludwigshafen., praktizierender Europäer, Brückenbauer nach Frankreich und über den Rhein.

Ausgezeichnet am 18. Mai 1994

 

Dr. h.c. Heinrich Vetter †, Ehrenbürger Mannheims, Ehrensenator der Universität, Träger des päpstlichen Sylvester-Ordens.

Ausgezeichnet am 5. November 1999

 

Horst-Dieter Schiele, Chefredakteur und Geschäftsführer des „Mannheimer Morgen“ a.D.

Ausgezeichnet am 23. November 2001

 

Heinz Ufer, langjähriger Direktor der Mannheimer Abendakademie, Träger des Bundesverdienstkreuzes, engagierter Kirchenmann und Professor einer chinesischen Elite-Universität.

Ausgezeichnet am 9. Februar 2004

 

 

 

Der Vorstand

 

Vorsitzender

Prof. Dr. Hans-Jürgen Seimetz

Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd

Friedrich-Ebertstr. 14

67433 Neustadt

Tel.: 06321/ 99- 2070

Fax: 06321/ 99-2901

 

Stellvertr. Vorsitzender

Heiner Bernhard

Oberbürgermeister

Rathaus: Obertorstr. 9

69469 Weinheim

Tel. 0 62 01 / 82 20 6

Fax 0 62 01 / 13 88 0

 

Stellvertretender Vorsitzender

Walter Tschischka

Präsident der Handwerkskammer Mannheim, Rhein-Neckar-Odenwald

B1, 1-2

68159 Mannheim

Tel.: 0621/ 18002- 102

Fax: 0621/ 18002-199

 

Beisitzer

Prof. Heinz Ufer

Vorsitzender des Kuratoriums

Ginsterweg 5

69517Gorxheimertal

Tel. 0 62 01 / 21 6 20

Fax 0 62 01 / 24 23 9

 

Schatzmeister

Eberhard Petri

Bürgermeister

Darsberger Str. 22

69269 Neckarsteinach

Tel. 0 62 29 / 96 00 53

Fax 0 62 29 / 96 00 54

 

Beisitzerin

Christiane Haas

Geschäftsführerin

Pappelallee 38

68167 Mannheim

Tel. / Fax 0 62 1 / 30 46 45

 

 

 

Kontakt

 

Christiane Haas, Geschäftsführerin

Pappelallee 38, 68167 Mannheim

Tel. / Fax 0 62 1 / 30 46 45

   
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